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Lyby Kirche

Im Mittelalter galt die Kirche von Lyby als „Sysselkirche“ für das Salling-Gebiet, mit einem Thingplatz auf dem nahegelegenen Bostrup Tinghøj. Im Jahr 1375 fand eine Versammlung in der Kirche statt, bei der die führenden Männer der Region über die schweren Zeiten berieten: Krieg, Feuer, Missernten, Krankheit und Fischmangel.

Dort schworen sie mit erhobenen Händen zum Himmel, die Freiheiten und Rechte der Kirche treu und ohne Betrug zu verteidigen – ein Schwur, der noch heute in den Mauern nachhallt.

Kirche von Lyby – Granit, Geschichte und Schwüre unter dem Himmel

Die Kirche von Lyby ist eine romanische Kirche mit Schiff und Chor aus Granitquadern. Rund behauene Steine im Ostgiebel deuten darauf hin, dass die Kirche ursprünglich eine halbrunde Apsis besaß. An der Südseite des Chors befinden sich zwei Steine mit hervortretenden Masken – ein faszinierender Einblick in die mittelalterliche Symbolik.

Der Turm wurde im Spätmittelalter aus wiederverwendeten Granitquadern und Mönchssteinen errichtet und dient heute als Eingang zur Kirche.

Das Südportal, einst mit Säulen und einem kreuzverzierten Tympanon geschmückt, ist zugemauert. Das Nordportal wurde stark verändert.

Auf einem neuen Altartisch steht ein vierflügeliger Altaraufsatz aus dem 17. Jahrhundert mit einem wiederentdeckten Gemälde. Ein neueres Altarbild von etwa 1860 hängt an der Nordwand, daneben ein Porträt des Pfarrers N.K. Glud (1873–1920).

Das Granittaufbecken ist von hoher künstlerischer Qualität, geformt als Vierpass und mit 16 menschlichen Figuren im Hochrelief verziert. Ein ähnliches Becken befindet sich in der Kirche von Torum.

Die Kanzel mit Reliefs der vier Evangelisten stammt vermutlich aus derselben Zeit wie der Altaraufsatz und ruht auf einem geschnitzten Holzpfosten aus etwa 1300.

Im Kirchenschiff hängt ein Kruzifix aus dem späten 15. Jahrhundert, im Chor steht ein umgebauter Beichtstuhl, und im Turmraum befindet sich eine beschädigte Glocke aus dem Jahr 1410.

Zwei Messingleuchter tragen die Jahreszahlen 1724 und 1725 sowie den Namen und das Wappen von Johan Parsberg – einer könnte mit einem Leuchter aus der Kirche von Grønning vertauscht worden sein.

Im Mittelalter galt die Kirche von Lyby als „Sysselkirche“ für das Salling-Gebiet, mit einem Thingplatz auf dem nahegelegenen Bostrup Tinghøj. Im Jahr 1375 fand eine Versammlung in der Kirche statt, bei der die führenden Männer der Region über die schweren Zeiten berieten: Krieg, Feuer, Missernten, Krankheit und Fischmangel.

Dort schworen sie mit erhobenen Händen zum Himmel, die Freiheiten und Rechte der Kirche treu und ohne Betrug zu verteidigen – ein Schwur, der noch heute in den Mauern nachhallt.

 

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