Destination Limfjorden
Hanklit på Mors

Hanklit und Knudeklint

UNESCO-Welterbe – Der westliche Limfjord

Foto: Daniel Brandt Andersen

Hanklit und Knudeklint bilden gemeinsam die UNESCO-Welterbestätte Der westliche Limfjord. Die eindrucksvollen Molerkliffs auf den Inseln Mors und Fur gehören zu den außergewöhnlichsten geologischen Naturdenkmälern Dänemarks. Sie sind weltweit bekannt für ihre markanten Schichten aus vulkanischer Asche und für die hervorragend erhaltenen Fossilien von Pflanzen und Tieren, die vor rund 55 Millionen Jahren lebten. Im Juli 2026 wurden die Kliffs auf Mors und Fur in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.

Was bedeutet UNESCO-Welterbe?

Die UNESCO-Welterbeliste umfasst Orte mit einem außergewöhnlichen universellen Wert für die gesamte Menschheit. Mit der Aufnahme in die Welterbeliste wird ein Gebiet aufgrund seiner besonderen natürlichen, kulturellen, historischen oder geologischen Bedeutung international anerkannt.

Die Molerkliffs am Limfjord wurden in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen, weil sie eine einzigartige Geschichte über das Leben auf der Erde vor Millionen von Jahren erzählen. Hier können Besucher Schicht für Schicht Moler, vulkanische Asche und Fossilien entdecken, die einen seltenen Einblick in die Natur und das Klima der Urzeit ermöglichen.

Der Welterbestatus ist nicht nur eine internationale Auszeichnung. Er trägt auch dazu bei, dieses einzigartige Naturgebiet langfristig zu schützen, damit auch zukünftige Generationen diese außergewöhnliche Landschaft erleben können.

Hanklit og Knudeklint - UNESCO Verdensarv
Foto: Daniel Brandt Andersen | Thomas Køser

Hanklit und Knudeklint – Ein Fenster in die Erdgeschichte

Die Kliffs von Hanklit und Knudeklint geben einen etwa 55 Millionen Jahre alten Meeresboden frei. Über einen Zeitraum von fast eineinhalb Millionen Jahren – genauer gesagt von 56 bis 54,6 Millionen Jahren vor heute – sanken vulkanische Asche sowie tote Vögel, Fische, Insekten und Pflanzenreste auf den Meeresgrund.

Ein solcher Prozess findet grundsätzlich in allen Ozeanen statt. Das Besondere am westlichen Limfjord ist jedoch, dass das Urmeer hier außergewöhnlich reich an mikroskopisch kleinen Kieselalgen, den sogenannten Diatomeen, war. Ihre große Menge führte dazu, dass der Meeresboden nahezu sauerstofffrei war. Dadurch konnten dort kaum Lebewesen existieren. Tote Tiere und Pflanzen blieben ungestört liegen und wurden über Hunderttausende von Jahren von Schichten aus Kieselalgen und vulkanischer Asche umschlossen.

Dieses feinkörnige Sediment wird vor Ort Moler genannt – ein einzigartiges Gestein, das überwiegend aus fossilen Kieselalgen und vulkanischer Asche besteht.

So entstand eine der außergewöhnlichsten geologischen Fundstätten der Welt. Millionen Jahre später wurde der uralte Meeresboden angehoben und während mehrerer Eiszeiten zu den beeindruckenden Küstenkliffs geformt, die heute zu sehen sind.

Nachfolgend erfahren Sie mehr über die beiden Küstenkliffs.

Weitere Informationen

Samarbejdspartnere UNESCO - Western Limfjorden
Foto: Destination Limfjorden